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| Zwerghundezucht (Russkiy Toy,Russischer Toy,Toy Terrier,Russian Toy,mini Welpen) |
Zum Thema Zucht/ Zwerghundezucht
http://krysarik.de
corinna_stingl(at)hotmail.com
Nicht nur für Züchter, auch für Käufer und Besitzer ist es wichtig, das folgende zu wissen:
Aus dem Tierschutzgesetz in der Fassung vom 18. Mai 2006:
§ 3
Es ist verboten,
1. einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes
offensichtlich nicht gewachsen ist oder die offensichtlich seine Kräfte übersteigen.
Die Zucht sogenannter "Teacup" Hunde ist meiner Meinung nach definitiv ein Bruch des oben genannten Geseztes. Die Muttertiere dürften gar nicht erst zur Zucht zugelassen werden, da eine allgemeine Regelung gilt die besagt, dass Zuchthündinnen mindestens 2 kg wiegen müssen. Dabei muss man natürlich bedenken, dass die 2 kg die absolute Untergrenze ist und kein optimales Gewicht!
Hündinnen, die so leicht sind, sind meistens auch sehr zierlich gebaut und bringen es oft nicht fertig, Welpen auf natürliche Weise zur Welt zu bringen.
Die Hündin muss während der Geburt in Narkose gelegt werden, um die Welpen per Kaiserschnitt auf die Welt zu holen.
Dabei besteht sowohl für die Hündin als auch für die Welpen das Risiko, die Geburt nicht zu überleben.
Sieger ohne Schädeldecke
Der Chihuahua-Standard duldet eine kleine offene Fontanelle. Man kann aber auch Chihuahuas mit intakter Schädeldecke züchten. Im Extremfall kann jedoch praktisch die gesamte knöcherne Schädeldecke fehlen, und der Hund wird trotzdem ein Ausstellungssieger! Beim Chihuahua gilt für viele Züchter ein Gewicht unter 1 kg als erstrebenswertes Zuchtziel. Bei einem Körpergewicht von mindestens 2 kg ist ein Chihuahua ein durchaus ernst zu nehmender Hund, bei einem Gewicht unter 1,5 kg wird er zur Karikatur! Chihuahuas werfen kleine Würfe, der Durchschnitt liegt unter 2 Welpen pro Wurf. Weil bei ihnen das gesamte Trächtigkeitsprodukt bei 13% des mütterlichen Gewichts liegt, sind die Welpen relativ groß. Ihr Gewicht beträgt im Durchschnitt 6,4% des mütterlichen Gewichts. Die zu großen Welpen müssen deshalb zu oft durch Kaiserschnitt entbunden werden. Mit Chihuahua-Hündinnen unter 2,5 kg Körpergewicht sollte man daher nicht züchten!

Die neue Tierethik
Die gesamte Haustierzucht steht heute an einem Scheideweg. Einerseits werden vom so genannten Nutztier immer höhere Leistungen abverlangt – wobei der Begriff „Qualzucht" hier ein absolutes Fremdwort ist, andererseits werden wirkliche, aber oft auch nur vermeintliche Auswüchse in der Heimtierzucht heftig kritisiert. Es wird heute viel von der Würde des Tieres geredet und geschrieben. Die neue Tierethik achtet das Tier mehr und mehr um seiner eigenen Würde willen. Diese Entwicklung klammert auch die Hundezucht nicht aus. Wir Hundezüchter müssen uns wieder vermehrt darüber Rechenschaft geben, dass Gesundheit vor Schönheit und Aussehen kommt.
Aus der WUFF Ausgabe 11-2006
Author: Dr. Hans Räber
Die meisten dieser Aussagen kann man genau so auf den Prager Rattler übertragen!

Da fragt man sich doch: was sind das für Menschen, die "züchten" (vermehren wäre wohl der passendere Ausdruck), ohne sich vorher darüber schlau zu machen, was sie ihrem "Liebling" da antun?

Was ich noch viel schockierender finde, sind diejenigen, die sich des Risikos bewusst sind und ihre Hündin trotzdem eindecken lassen. Aber es liegt nicht nur in der Verantwortung der einzelnen Züchter dafür zu sorgen dass sie eine zuchtfähige Hündin auswählen. Der zuständige Zuchtverein ist verantwortlich dafür, eine Hündin zuchttauglich zu schreiben. Deshalb sollte man sich als Züchter gut überlegen, über welchen Verein man züchten möchte.

Leider gibt es für den Prager Rattler noch keinen allgemeinen deutschen Zuchtverein, doch es werden bereits Schritte unternommen, um dies zu ändern. Denn das Ziel ALLER Züchter in Deutschland sollte es sein, diese wunderschöne Rasse und ihre guten Eigenschaften zu festigen. Leider gibt es nur wenige wirklich gesunde, robuste Prager Rattler in Deutschland.

Viele Tiere, die man hierzulande findet, sind mit Erbkrankheiten vorbelastet. Die meisten Leute haben ihren Rattler aus zweifelhafter Herkunft, da der Markt leider mit Händlern dieser Rasse überschwemmt wird, die sich letztendlich als Züchter ausgeben und auf unerfahrene Welpenkäufer authentisch und seriös wirken.
Auch die sogenannten "Hobbyzuchten" bringen leider häufig kranke Tiere hervor, da die Elterntiere nicht ausreichend auf Erbkrankheiten untersucht wurden und wiederum auch aus zweifelhafter Herkunft stammen.
Als Käufer kann man viel tun, um diese Quälerei zu boykottieren. Der erste Schritt ist es, unwissende über die Missstände aufzuklären. Bei der Auswahl eines Welpen sollte man sich genau nach den Elterntieren erkundigen und sich die Elterntiere auch ansehen. Papiere (Ahnentafeln) geben Auskunft darüber, wie groß und schwer die Eltern sind, und ob sie gesund sind. Hinterfragen Sie alles beim Züchter. Ein seriöser Züchter gibt gern über jeden Zweifel Auskunft, da er nichts zu verbergen hat. Im Gegenteil. Ein guter Züchter ist froh über reges Interesse des zukünftigen Welpenbesitzers, denn das neue Zuhause soll ja für immer sein.
Autor & Information:http://krysarik.de
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